Sonntag, 28. August 2016

Sonntagmorgen auf der Saale

Giebichenstein
Die Saale am Giebichenstein
 Das Gesicht von Halle als „Stadt am Fluss“ wird wesentlich durch die Flussarme der Saale und die dazwischenliegenden Inseln geprägt. In der Mitte zwischen Alt- und Neustadt gelegen, zieht sich die Saaleaue wie ein grünes Band durch das Stadtgebiet. Mit dem Wassertouristikkonzept aus dem Jahr 2015 will Halle dieses Potential noch besser nutzen und erschließen. Und auch das bevorstehende Großereignis, das Laternenfest, spielt sich am und auf dem Wasser ab. Die „Stadt am Fluss“ kann man am besten vom Wasser aus erleben, deshalb begab sich Hallespektrum an einem Sonntagmorgen im August mit dem Redaktions-Paddelboot auf Erkundungstour.

Das Wehr glitzert im Gegenlicht

Das Gimritzer Wehr
Das Gimritzer Wehr
Nutrias an der Saale
Nutrias an der Saale
[/caption] Gegen 9 Uhr ist der Fluss noch ruhig, nur ein einzelner Ruderer zieht schon seine Bahn auf dem Wasser. Unser Startpunkt ist der Stadthafen, das Wehr glitzert im Gegenlicht. Wir fahren stromabwärts durch die Peißnitzbrücke, stromaufwärts müsste man von hier aus schleusen. Die Nisthilfen für die Schwalben unter der Brücke sind unbenutzt, die Rauchschwalben haben eigene Nester unter die Streben geklebt. Sie umkreisen uns so dicht, dass mich fast ihre Flügelspitzen streifen. Rechts von uns (steuerbord) sind die Wiesen rund um die Fontäne noch menschenleer, nur vereinzelte Jogger sind unterwegs. Links (backbord) am Rand des Naturschutzgebiets Peißnitz-Nordspitze ragen die Bäume weit über das Wasser, ein Reiher wartet am Ufer auf Beute und lässt sich von uns nicht stören. Kurz blitzt das blaue Gefieder eines Eisvogels auf, zu kurz für meine Kamera. Ein Apfelbaum hängt seine Äste so weit herüber, dass wir die Äpfel vom Boot aus erreichen können. Wir essen den Nutrias ein paar davon weg. Ein Stück weiter wachsen uns die Brombeeren fast in den Mund, im dichten Gestrüpp hängt ein inzwischen verlassenes Vogelnest, klein und rund, vielleicht vom Zaunkönig? Ein Stück weiter packt ein Angler gerade seine Sachen ein und begibt sich auf den Heimweg. Die „Marie-Hedwig“ schläft noch, aber die Fahrgastschiffe der Reedereien Arona und Riedel werden schon startklar gemacht. Ein junges Paar mit Kind sitzt am Ufer im Amselgrund, die Kleine winkt uns begeistert zu. Ein paar Enten werden von einem Hund ins Wasser gejagt. Jetzt im Spätsommer blüht hier der Blutweiderich, auch eine Blumenbinse schmückt das Ufer. Die Glocken der Kröllwitzer Petruskirche läuten, als wir unser Boot an der Engstelle unterhalb der Klausberge wenden – fast 10 Uhr. Flussabwärts hören wir schon das Trothaer Wehr rauschen, weiter ginge es nur durch die Schleuse.

Die Tische werden eingedeckt

Klausberge
Spaziergänger auf den Klausbergen
Der Reiher
Der Reiher
Die ersten Spaziergänger sind schon auf den Felsen unterwegs. Im „Krug zum grünen Kranze“ werden die Tische eingedeckt. Auf dem Rückweg werden wir von zwei Motorbooten überholt, der Bootsverleih hat geöffnet. Bis zum Nachmittag wird der Fluss voller Kanus, Tret- und Motorboote sein. Auch der erste Dampfer hat abgelegt, die „Stadt Halle“ fährt in Richtung Peißnitzbrücke und schüttelt unser Boot ordentlich durch. Auf der Ziegelwiese leert ein Fahrzeug der Stadtwerke die Papierkörbe, insgesamt ist es hier aber angesichts der zahlreichen Gäste am Vorabend sehr sauber. Am Saalestrand sind die ersten Familien mit Fahrrädern und Picknickausrüstung angekommen, am gegenüberliegenden Ufer dreht die Peißnitzbahn ihre erste Runde.  Bis zum Abend werden noch viele Menschen die unvergleichliche Landschaft der Saaleaue inmitten der Stadt nutzen und genießen, bis in der Dämmerung anstelle der Schwalben die Fledermäuse über dem Wasser ihre Runden drehen und Insekten jagen. Diese Idylle am Fluss gehört zu den Dingen, die Halle unverwechselbar machen und von auswärtigen Gästen erstaunt entdeckt werden. An der Saaleaue mit ihren Auenwäldern und Naturschutzgebieten in unmittelbarer Nachbarschaft gut erschlossener Anlagen hängt ein großes Stück Lebensqualität für alle Hallenser. Sie zu erhalten und zu schützen sollte uns allen ein Anliegen sein.
Weitere Impressionen: 



In Zusammenarbeit mit dem Hallespektrum veröffentlicht

Sonntag, 1. Mai 2016

Erster Sommertag

Bärlauch
Der Kräutergarten

Der erste heiße Tag des Jahres führt uns natürlich in den Garten:
 
Rucola




Waldmeister








Pesto aus Bärlauch und Rucola: Pestonudeln kommen sogar bei unserem Sohn gut an, wenn genügend Schinkenwürfel da sind. 



Waldmeisterbowle schmeckt besonders gut 
mit Rose trocken von Rotkäppchen.


Unsere Kräuterernte deckt den Küchenbedarf besser als die Gemüseernte.
Deshalb gehen wir jetzt zum "altersgerechten Gemüseanbau" über:
Gärtnern auf Stelzen
Die Kartoffeln wachsen schon gut in den Töpfen.

Sonntag, 28. Juni 2015

Die gemeine Wegwarte

Die gemeine Wegwarte war 2005 Gemüse des Jahres und im Jahr 2009 Blume des Jahres. In  der Regel wird sie bis 140 cm groß. In der Regel! Am Straßenrand in Halle und Umgebung schafft es die Wegwarte auf höchstens 50-60 cm. Die Wegwarte auf der Abb. ist ca. 180 cm groß, evt. sogar größer. Eine Rekordwegwarte!

Mehr zur Wegwarte auf den Seiten des Nabu.

Euer Rio

Dienstag, 26. Mai 2015

Havelbergs Kirchen erblühen

Wir können nicht den ganzen Mai guerillagärtnern, obwohl es dafür die schönste Jahreszeit ist. Aber da die Bundesgartenschau 2015 ganz in unserer Nähe ist, machten wir uns in die Havelregion auf, um einen Eindruck davon zu erhaschen. Trotz bedeckten Himmels und regnerischen Wetters, wofür keiner etwas kann, wurden wir nicht enttäuscht:
Eintritt in die Kirchen-Blumenraum
Wir steuerten auf den extra geschaffenen Parkplatz an der Havel zu, bekamen dort unsere Eintrittskarten (Gültigkeit s. a. Ende). In Havelberg ist die BUGA auf drei Standorte verteilt und es wird dem Besucher ein (kleiner) Spazierweg abverlangt. Der Spazierweg ist gut geeignet, Havelberg kennen zu lernen und so ist er wohl auch gedacht. Hier erkennt man die Absicht und ist einmal nicht verstimmt. Natürlich muss man dazu auch gut zu Fuß sein! Zu Beginn des Weges verteilten wir den ersten Minuspunkt. Das Haus der Flüsse war noch geschlossen, aber der dazugehörige Themengarten bis zur Brücke, die zur Stadtinsel führte, versöhnte wieder.
Die Kirche blüht auf, wenigstens auf der BUGA
Auf der Stadtinsel betraten wir die Kirche St. Laurentius und fragten uns, wie Garten und Kirchenraum miteinander vereinbar sind. Ganz einfach, die Kirche ist zu einem Blütenmeer verwandelt worden, in unserem Fall mit Gerbera, mit der sich die farbenfrohsten Arrangements gestalten lassen, immer hart an der Grenze zum Kitsch und manchmal auch darüber. Kritische Worte fanden wir nicht, im Gegenteil. Ob die Kirche auf Dauer so erblühen kann, ist aber eher fraglich.
Nach diesem Blütenkonzentrat gab es den nächsten Spazierweg quer über den Stadtinsel hinüber zum Dombezirk (3,9 ha). Hier fiel die Blütenpracht etwas bescheidener aus und der Parkcharakter dominierte. Aber so ist es bei Freiluftanlagen halt. Zudem wird dieser Teil vom Havelberger Dom dominiert, dessen Besichtigung im Eintrittspreis inbegriffen ist. Der Dom allerdings war nicht erblüht.Die Einbeziehung einer Kleingartenanlage, die Pause beim Weinberghäuschen der Partnerstadt Saumur und die Friedhofsgartenanlage beschlossen den Dombezirk. Nicht unerwähnt lassen möchte ich den Spielplatz Slawendorf, der idylisch auf der Stadtinsel liegt.
Spazierweg in Richtung Dom
Damit war unser Tag auf der Buga, jedenfalls was Havelberg, betrifft, beendet. Es gab keine gärtnerischen Sensationen zu sehen, keine Hochleistungsschau, sondern Aufzeigen von Alternativen (durch Einbeziehen von Kleingärtnern, Friedhofsgärtnern und Naturschutzverbänden) auch im Gärtnerischen und das ist ganz auf unserer Linie.
Die Buga ist übrigens nicht nur in Havelberg zu finden, sondern gleichzeitig auch in Brandenburg, Premnitz, Rathenow und im Amt Rhinow/Stölln. Deswegen Eintrittskarte aufheben, denn diese verliert erst nach Besuch aller 5 BUGA-Orte die Gültigkeit. 
Euer Isí 
Schöne Ideen: Der Tassenbaum und ...
Sitzsteine

Mittwoch, 6. Mai 2015

Bärlauch

Die Sci-Blogerin Trota von Berlin befand sich in diesen Tagen im Bärlauch-Rausch. Sie gibt Tipps, was es zu beachten gibt und steuert sogar Rezepte bei. Also guten Appetit und wenn es dieses Jahr nicht mehr mit dem Bärlauch klappt, dann gewiß im nächsten ...
Euer Rio

Dienstag, 21. April 2015

Franckes Bienen summen wieder ...

Franckes Bienenstock, Bild Archiv v. 2014
Ein Glück! Denn in letzter Zeit erreichten uns Horrormeldungen über das große Bienensterben, wie z.B. der Spiegel berichtet: Ein Drittel der Völker soll es hinweggerafft haben. Aber Franckes Bienen habe ich gestern schwärmen gesehen. Erleichtung macht sich breit. Gut, dass ihr wieder da seid.

Der Winter hat uns auf unserer Insel neben Waschbären auch Schwanzmeisen gebracht, niedliche kleine Vögel, für die sich auch die Katzen interessieren, wie der Artikel der Prinzessinenreporter beweist. Viel Spaß damit!

Euer Rio

Donnerstag, 16. April 2015

Sandbienen

"Sandbienen: Solitär und nützlich" Foto: Hans, freundlich genehmigt
Im Moment haben wir direkt am Haus in der lockeren Erde und im Schutz einer alten Steinplatte Sandbienen. Etwas zu dieser solitär lebenden Bienenart schreibt Hans bei meinfigaro, hier klicken. Er gibt auch Tipps, wie man diese nützlichen Tierchen bei ihrer Ansiedlung unterstützen kann.

Euer Rio